Herzlich willkommen

im angemieteten Wohnzimmer auf Zeit!

Sich für eine Weile dorthin setzen, was alle besitzen…

….in den öffentlichen Raum

Wir wollen städtische Strassen erfahren, in dem wir uns Zeit nehmen… mit unserem eigenen Stuhl und all unseren Sinnen.

Auf unserem privaten Stuhl, lassen wir uns im öffentlichen Raum nieder, als wäre es unser Wohnraum. Die Gäste, die mit uns den Platz teilen, müssen sich untereinander nicht kennen.

Wir wollen uns austauschen, unseren Blick erweitern. Können wir uns eine andere Nutzung vorstellen? Was wäre, wenn der öffentliche Wohnraum vor der Tür ein sozialer und grüner Ort wäre?

Machen Sie mit!

Wir freuen uns, wenn Ihr mit uns stuhldistelt. „Stuhldisteln, chaisechardonner, chairthisteling“ beschreibt die Tätigkeit, sich mit dem eigenen Stuhl im öffentlichen Raum aufzuhalten, wie hier im April 2020 -zu Corona-Zeiten- das Genießen einer  Kartoffelsuppe im südlichen Friedhof in München am 17.04.20

Bild: vorbeiradelnder, schmunzelnder Paketausträger

Unser Logo ist der Stuhl, gepaart mit Disteln, einer dornigen Staude, die im ganzen europäischen Raum wächst. Die meisten stehen unter Naturschutz, in ihnen steckt Heilkraft.

2019 waren Disteln die Stauden des Jahres.

Der öffentliche Raum ermöglicht wieder oder erneut Kontemplation und Aktion. Er bietet Gelegenheiten für Begegnungen, für Austausch, für Ungeplantes, für Interaktion, fürs Erinnern (was erzählen die Gebäude, was ist hier alles geschehen, wie war der Ort früher, wie könnte er sein…).

Wie könnten wir den öffentlichen Raum beleben?

MARKE (gemeinsam) entwerfen:

Unsere Marke sind zunächst unser eigener Stuhl (ein Hocker, ein Klappstuhl, ein transportabler Zweisitzer, es kann auch der eigene Rollstuhl sein).  Hinzu können sich später andere Requisiten dazugesellen….. alles ist mobil. Unser Erkennungsfarbe ist die silberne Farbe, unsere Pflanze die Distel.

 

VORGEHEN:

Wir, die STUHLDISTELNDen suchen uns freqentierte öffentliche Räume aus, halten uns dort zu einer „normalen“ Uhrzeit in der Woche auf und schauen, was mit uns und was mit dem Raum passiert. Was nehmen wir wahr? Was empfinden wir in der Öffentlichkeit? Was ist der öffentliche Raum? 

In Anwohnerstrassen werden die Erfahrungen andere sein als neben befahrenen Straßen, in Neukölln andere als in Schwabing, an Orten mit bewegter Geschichte wieder andere. Wie lässt sich das in Worte fassen?

Wir sind neugierig, wollen es erforschen und teilen.

2020 wird der Focus auf das TAL in München gelegt, einer stark frequentierten Einkaufsstrasse zwischen Isartor und dem Münchner Alten Rathaus. Dort werden wir temporär an allen vier Sonntagen im Oktober unser Wohnzimmer einrichten und gemeinsam erforschen, mit welchen Elementen die Strasse zu einer Begegnungsstrasse transformiert werden kann, zu einem großen Platz, an dem sich „Aufhalten lohnt“.